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Podien // Demokratie // Imperialismus // Bildung // Gleichstellung & Befreiung // Kultur & Revolte // Kapitalismus // Bambule machen // Bewegung

//Veranstaltungenformen auf dem 68er-Kongress://

Podium
Mehrere Gäste und ReferentInnen berichten hier von ihren Erfahrungen. Sie haben die Möglichkeit, ihre Analysen von den Ereignissen rund um 1968 vergleichend zur Situation heute vorzustellen. Die Diskussion der Positionen - mal mehr, mal weniger strittig - werden nach der Debatte auf dem Podium geöffnet für alle Teilnehmenden. Wir erhoffen uns kontroverse, engagierte, produktive und solidarische Debatten.

Murmeln
Um aktive Diskussionen zu fördern, gibt es nach den Beiträgen auf dem Podium eine dreiminütige Murmelrunde. Zeit, sich mit den Leuten in der Nähe kurz über das Gesagte auszutauschen, sich Gedanken über eigene Fragen und Beiträge zu machen.

WeltCafé
Nach einem Podium gibt es meist viel Redebedarf, die ReferentInnen werden belagert und Gedränge herrscht. In der Form des WeltCafés können Debatten entspannter weitegerführt werden. Die ReferentInnen sind als „GastgeberInnen“ jeweils an einem Tisch. 5-10 Leute können dort hinzu stoßen und diskutieren. Die Gesprächsrunden wechseln nach ein paar Minuten. Wichtige Gedanken können von jeder und jedem auf den Papiertischdecken festgehalten werden.

Diskussion
Für den Großteil der Kongressveranstaltungen haben wir uns für diese Form entschieden. Denn in einem überschaubaren Rahmen stehen ReferentInnen Rede und Antwort zu den verschiedensten
Themen und Kontroversen. Hier gibt es viel Raum für gemeinsame Debatten und Interaktion.

Workshop
Praxisorientierung und Mitmachen stehen im Vordergrund. Es gibt die Möglichkeit, dass alle Beteiligten ihr Wissen einbringen können, mitdiskutieren und gemeinsam lernen. Am Ende stehen neben neuen Erfahrungen vielleicht auch konkrete Ergebnisse. Infos und Unterstützung gibt es von TeamerInnen
oder ReferentInnen.

Klassiker neu gelesen
Mit dieser Rubrik werden die „Schlüsselwerke“ der 68er vorgestellt. Über und durch diese Texte wollen wir einen Zugang schaffen zu den damals einflussreichsten Intellektuellen bzw. zu Schriften, die durch die 68er wiederentdeckt oder neu interpretiert wurden. Unter Einbeziehung von beispielhaften Textausschnitten geben die Workshops eine Einführung in das Werk der Autorinnen und Autoren. Davon ausgehend können wir diskutieren, ob sie sich auch für die heute entstehende neue Linke als „Schlüsselwerke“ eignen.


//Veranstaltungen//

Themenblock: Podien

2.5. 10.00-10.30
Eröffnungsrede

Mit: Gisela Notz

2.5. 10.30-13.20
Podium: Die SDS-Denkschrift neu gelesen?! Zur Funktion der Hochschule in der Gesellschaft

Mit: Alex Demirovic, Nele Hirsch, Wolfgang Nitsch
In der Denkschrift werden das Verhältnis zwischen Kapitalismus und Hochschule analysiert und politische Forderungen entwickelt. Heute steht die Hochschule zweifellos vor anderen Voraussetzungen und auch vor anderen Herausforderungen als vor 40 Jahren. Als sozialistischer Studierendenverband wollen wir dennoch an die damalige Analyse anknüpfen und Schlussfolgerungen für die heutige Realität erarbeiten. Im Forum Hochschulpolitik werden zurzeit Thesen erarbeitet, die wir zur Debatte stellen möchten – zur Rolle Kritischer Wissenschaften, den Möglichkeiten von studentischer Mitbestimmung oder zu Studiengebühren.

2.5. 19.00-21.00
Abendpodium: Gesiegt? Gescheitert? Was bleibt von 1968?

Mit: Frank Deppe, Gerd Koenen, Katharina Volk

3.5. 18.30-20.30
Abendpodium: 1968 international

Mit: Angelika Ebbinghaus, Alain Krivine, Leo Panitch, Chela Vargas

4.5. 13.00-14.30
Abschlusspodium: „Notstand der Demokratie“ – der Kampf gegen Sozial- und Demokratieabbau

Mit: Andreas Fisahn, Lena Kreck, Hans-Jürgen Urban
Ob Einführung von Hartz IV, Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen oder Vorratsdatenspeicherung und Bundeswehreinsätze im Innern: der Sicherheitsstaat wird ausgebaut, während Sozial- und Rechtsstaat ausgehöhlt werden. Wesentliche gesellschaftliche Bereiche werden zunehmend dem Markt und dem Wettbewerb unterworfen und der Kontrolle und Verantwortung des Gemeinwesens entzogen. Wie kann der Widerstand gegen diese Politik organisiert, wie können Alternativen zu dieser Politik entwickelt werden? Wie können umfassende Demokratisierungskonzepte einem autoritären Kapitalismus entgegengestellt werden?

4.5. 14.30-15.30
Abschluss und Ausblick

Mit: Jan Schalauske, Karin Schnetzinger


Themenblock: Demokratie

Im Mai 1968 demonstrierten Zehntausende gegen die Verabschiedung der Notstandsgesetze durch die Große Koalition. Gewerkschaften, Intellektuelle und Studierende protestierten gemeinsam gegen die Einschränkung von Grundrechten und die Gefahr einer autoritären Wende. Marxistische Staatsanalysen gewannen zunehmend an Bedeutung, die verschiedene Formen bürgerlicher Herrschaft in der kapitalistischen Gesellschaft untersuchten. Auch wenn in der Rückschau die „Faschisierungsthese“ sehr voreilig erscheint, ist die Frage nach dem Charakter des kapitalistischen Staates weiterhin von brennender Aktualität. Unter den Vorzeichen des verschärften Demokratieabbaus durch die neue Große Koalition gilt es, das Verhältnis von sozialer Demokratie und den Institutionen des Parlamentarismus bzw. den Zusammenhang des Abbaus von Freiheits- und sozialen Rechten sowie die Perspektiven des Widerstands gegen einen autoritären Kapitalismus neu zu bestimmen.

2.5. 14:00 bis 16:00
Diskussion: „Wie die APO den Einzug der NPD in den Bundestag verhinderte - Zur Auseinandersetzung mit dem Neofaschismus damals und heute“

Mit: Ulla Jelpke, N.N.
Nicht zuletzt war 1968 der Anfang einer breiten Aufarbeitung der Verbrechen des Faschismus. Die APO leistete einen entscheidenden Beitrag in der Enttarnung der faschistischen NPD, die sich damals erfolgreich als nationalkonservative Kraft gerierte. Die Mobilisierung der APO gegen diese Strömung verhinderte letztendlich den Einzug der NPD in den Bundestag. Heute sind NPD und freie Kameradschaften wieder auf dem Vormarsch und eine Auseinandersetzung mit dem Neofaschismus steht nach wie vor ganz Oben auf der Tagesordnung.

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Der Kampf gegen die Notstandsgesetze und die Politik des SDS in den 1960ern

Mit: Eberhard Dähne
Heute wird der SDS überwiegend mit dem Jahr 1968 in Verbindung gebracht. Mindestens ebenso spannend ist seine Vorgeschichte: In den 1960ern engagierte er sich zusammen mit Intellektuellen, Gewerkschaften und anderen Studierendenverbänden gegen die Notstandsgesetzgebung. Folgendes soll diskutiert werden: Welche Bedeutung hatten die Notstandsgesetze? Welche Strategien verfolgte der SDS? Was können wir daraus lernen?

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Attentat auf Rudi Dutschke, Auslieferungsblockade, „Enteignet Springer“: Der Kampf mit BILD 1968

Mit: Peter Schnder, N.N.
Angestachelt durch die Kampagne der Bild-Zeitung schoss ein Attentäter vor 40 Jahren auf Rudi Dutschke. In der Folge kam es zu Angriffen auf Gebäude des Springerverlages und Auslieferungsfahrzeuge. Bereits nach dem Tod Benno Ohnesorgs beschuldigte der SDS die Bild mitverantwortlich zu sein und forderte die Enteignung des Springer-Konzerns. Wir wollen über die Rolle der Bild von damals diskutieren und schauen, wie sie auch heute noch soziale Bewegungen (wie etwa die Anti-G8-Proteste) diskreditiert.

2.5. 14.00-16.00
Textgestützter Workshop* : Transformation der Demokratie: Johannes Agnoli

Mit: Barbara Agnoli, Wolf-Dieter Narr
Johannes Agnolis „Transformation der Demokratie“ hat wie keine andere Veröffentlichung eine theoretische Grundlage für die Staats- und Parlamentarismuskritik der 68er gelegt. Die These: Der Parlamentarismus und der soziale Kompromiss der Nachkriegszeit sind dem Kapitalismus entsprechende Herrschaftstechniken, die „Utopie der Freien und Gleichen“ (Marx) kann nicht als Gesetzesvorlage in den Bundestag eingebracht werden.



2.5. 16.15-18.15
Textgestützter Workshop* : Zivilgesellschaft und Hegemonie: Die Wiederentdeckung Antonio Gramscis

Mit: Sabine Kebir, Jörg Schindler
Der italienische Kommunist Antonio Gramsci versuchte nach der Oktoberrevolution 1917 zu erklären, warum die lohnabhängig Beschäftigten in den westeuropäischen Ländern nicht dem russischen Beispiel folgend erfolgreich gegen den Kapitalismus revoltierten. Um eine Antwort auf die Frage zu finden, wieso die Beherrschten den bestehenden Verhältnissen zustimmen, entwickelte er das Konzept der Hegemonie, verstanden als „Konsens gepanzert mit Zwang“.



3.5. 15.30-17.30
Textgestützter Workshop: Arbeiterbewegung, sozialer Rechtsstaat und politischer Streik: Zur Aktualität von Wolfgang Abendroth

Mit: Richard Heigl, Conny Weissbach
Als „Partisanenprofessor im Lande der Mitläufer“ war Abendroth ein wichtiger Mentor der westdeutschen 68er-Bewegung. Nur die gemeinsamen Kämpfe von Arbeiter- und Studierendenbewegung für den Erhalt der demokratischen Rechte und zur Entwicklung von Klassenbewusstsein können eine Perspektive in Richtung einer sozialistischen Demokratie bieten, versuchte der Jurist und Politikwissenschaftler der jungen Intelligenz einzuschärfen.


Themenblock: Imperialismus

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand eine neuartige internationale Ordnung. Der Ost-West-Konflikt und neokoloniale Abhängigkeiten zwischen den Ländern der „3. Welt“ und den reichsten Industriegesellschaften führten zu zahlreichen gewaltförmigen Konflikten. Insbesondere der Vietnamkrieg wurde zum Anlass, eine breite internationale Bewegung gegen Militarismus und Krieg aufzubauen und sich mit dem Widerstand der vietnamesischen Befreiungsbewegung zu solidarisieren. Die Niederlage der USA in Vietnam galt vielen als Signal für die Möglichkeit, selbst den stärksten aller kapitalistischen Staaten zu schwächen und Spielräume für linke Politik zu vergrößern.
In dieser Themenachse soll sowohl den Triebkräften imperialistischer Politik nach 1945 und ihren Veränderungen bis heute – dem Zeitalter der Globalisierung bzw. des „neuen“ Imperialismus – nachgegangen als auch gefragt werden, welche Möglichkeiten und Grenzen die antikolonialen Bewegungen besitzen.

2.5. 14.00-16.00
Podium: Vom Kalten Krieg zur neuen Weltunordnung: Imperialismusanalyse vor und nach 1968

Mit: Frank Deppe, Tobias ten Brink
In dieser Veranstaltung werden die Triebkräfte imperialer Politik nach 1945 entlang wichtiger
theoretischer Ansätze diskutiert und überprüft. Wie haben sich internationale Kräfteverhältnisse sowie geopolitische Strategien verändert? Welche Konfliktkonstellationen waren um 1968 relevant? Was ist neu am „neuen“ Imperialismus

2.5. 16.15-18.15
Podium: Die internationale Bewegung gegen den Vietnamkrieg

Mit: Claudia Haydt, Jonathan Neale
Der Truppenabzug der USA aus Vietnam besiegelte eine Niederlage der stärksten Weltmacht. Das „Vietnamsyndrom“ erschwerte eine offensive Militärpolitik auf Jahre hinaus. Wie kam es dazu? Um dies zu verstehen, soll die Rolle der wichtigsten Akteure in diesem Konflikt (die Befreiungsbewegung in Vietnam, der Widerstand in der US-Armee sowie die Protestbewegungen im Westen) beleuchtet werden.

2.5. 16.15-18.15
Diskussion: Che Guevara und die kubanische Revolution: Was steckt hinter dem Mythos?

Mit: Wolfgang Gehrcke
Viele kennen Che Guevaras Konterfei auf T-Shirts, Postern etc. Wenige kennen seine Geschichte, seine politischen Ideen und praktischen Strategien. Die Veranstaltung dient dazu, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und seine Ansichten zu diskutieren.

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Der Nahostkonflikt und die 68er

Mit: Moshé Machover, Thomas Seibert, Khalil Toama
Der in den 1960ern eskalierende Nahostkonflikt führte auf der Linken zu einem unterschiedlichen
politischen Umgang mit diesem in Deutschland sensiblen Thema. In dem Workshop sollen die Debatten um Israel/Palästina um und nach 1967 vorgestellt und diskutiert werden.

4.5. 10.00-12.00
Diskussion: Schafft zwei, drei, viele Vietnam? Möglichkeiten und Grenzen nationaler Befreiung

Mit: Stefanie Haenisch, Katja Kipping, Eberhard Schulz
Die Unterstützung nationaler Befreiungsbewegungen ist bis heute ein Streitthema unter Linken. Folgende Fragen werden diskutiert: War die Vietnam-Solidaritätsbewegung unkritisch? Welche Bedeutung besitzen antikoloniale Bewegungen? Sind anti-imperialistische Konzepte noch aktuell?

3.5. 15.30-17.30
Textgestützter Workshop: 68-Klassiker neu gelesen: Frantz Fanon – Die Verdammten dieser Erde

Mit: Marwa Al-Radwany
Das Buch des für die Nationale Befreiungsfront in Algerien arbeitenden Frantz Fanon gilt als Manifest des Antikolonialismus. Darin beschreibt er im Anschluss an eine Analyse der physischen und strukturellen Gewalt des Kolonialismus die antikolonialen Befreiungsbewegungen der 50er und 60er als kollektives revolutionäres Subjekt. War Fanon ein Gewaltprediger? Was ist an seiner Analyse noch aktuell?


Themenblock: Bildung

Insbesondere die Hochschulen haben in den 60er Jahren Veränderungen erfahren, aus denen weitreichende Reformen hervorgingen. Mit der Öffnung der Hochschulen durch den erkannten „Fachkräftemangel“ und die dadurch entstandenen Widersprüche an der Hochschule sowie durch die zunehmende Kritik an der Ordinarienuniversität („Unter den Talaren der Muff von tausend Jahren“) kündigte sich die Hochschulreform an. Forderungen nach einer Neuorganisation und Demokratisierung der Hochschulen und einer Öffnung auch für Arbeiterkinder usw. entstanden. Der damalige SDS forderte, dass Studierende bereits im Rahmen ihres Studiums als Mitglieder der Hochschule zu betrachten sind, die einen eigenständigen Beitrag zur Entwicklung von Wissenschaft und Forschung leisten. Mit der Idee des Studienhonorars wurde die Studienfinanzierung nicht mehr als Sozialleistung für Bedürftige, sondern als Lohn für Studierende als ArbeitnehmerInnen an den Hochschulen gesehen.
Als Orientierungspunkt für diesen Block dient uns die SDS-Denkschrift, mit deren Aktualität wir uns auseinander setzen möchten.

3.5. 10.00-12.00
Podium: Das Prekäre an den Hochschulen

Mit: Katja Hill, Andreas Keller
Ein Studium garantiert schon lange keinen Arbeitsplatz mehr. Nach dem Studium stehen den Studierenden häufig unbezahlte Praktika oder befristete und schlecht bezahlte Jobs zur Verfügung. Die Frage nach der zukünftigen Beschäftigung aber auch die nach der Finanzierung des Studiums sind ausschlaggebend für die Entscheidung, ein Studium zu beginnen. Die Forderung nach einem Studienhonorar für Studierende rückt hier wieder in den Blick. Anstatt Studiengebühren zu zahlen, sollten Studierende einen Lohn für ihr Studium erhalten. Ist das Studienhonorar eine geeignete Forderung, um Widerstand gegen Gebühren und die Aushöhlung des BAföG zu mobilisieren? Welche Strategien sind notwendig, um sich gegen die Prekarisierung der Wissenschaft zu wehren?

3.5. 10.00-12.00
Diskussion: Hochschulzugang, Studiengebühren und soziale Frage

Mit: Konstantin Bender, Nele Hirsch
Die Forderung der 68er, „Arbeiterkinder an die Hochschulen“, hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. An der Debatte über die Studienfinanzierung lässt sich exemplarisch zeigen, von welchen Konzepten ausgegangen wurde und welche Rolle Studierenden jeweils zugewiesen wird. In der DDR wurde gezielt versucht, Arbeiterkinder zu fördern und sie an die Hochschulen zu holen. War das erfolgreich und wie bewerten wir aus heutiger Perspektive die Instrumente? Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus diesen Debatten für die heutige Linke ziehen?

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Elitenförderung als neues hochschulpolitisches Programm der Ungleichheit

Mit: Torsten Bultmann
Seit einigen Jahren werden regelmäßig im Rahmen des sog. Exzellenzwettbewerbs „Eliteuniversitäten“ politisch ausgerufen, ein Typus, den das deutsche Hochschulsystem zuvor nicht kannte. Zwar versucht die Politik uns einzureden, dies hätte keinerlei Konsequenzen für die Hochschulen in ihrer Gesamtheit, es würden lediglich einige etwas mehr Geld für ihre Spitzenforschung erhalten. Dem entgegen soll begründet werden, wie diese „Exzellenzinitiative“ als faktische Legitimationsstrategie für ein neues Ungleichheitsregime im gesamten System öffentlicher Bildung funktioniert. Benannt werden zudem ihre historischen Hintergründe sowie die absehbaren Wirkungen.

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Was ist kritisch an kritischer Wissenschaft? Zur „Parteilichkeit der Wissenschaft“

Mit: Alex Demirovic, Rainer Rilling
In welcher Weise Wissenschaft kritisch wirkt, ist keine einfach zu beantwortende Frage. Wissenschaft soll aufklären. Dafür beansprucht sie Autonomie. Doch diese Autonomie kann missverstanden werden, wenn die Wissenschaft sich neutral gibt. Häufig genug ist ihre Wertfreiheit nichts anderes als die freiwillige Entmündigung und Unterordnung unter herrschende Interessen. Wenn man demgegenüber Engagement der Wissenschaft einfordert oder sie gar als ein Mittel der Emanzipation versteht, kann sie zwar neue Praxisfelder und Sinnbereiche erschließen, aber es besteht die Gefahr, dass sie sich den Zielen der Politik unterordnet. Wissenschaft verliert dann ihre emanzipatorische Bedeutung. Und zu allem Überfluss wird man fragen müssen, ob es womöglich einen Unterschied zwischen „Parteilichkeit“ und „Parteinahme“ gibt.

3.5. 15.30-17.30
Diskussion: Von der kritischen Praxisorientierung zur reinen „Beschäftigungsfähigkeit“?
Mit: Horst Schmitthenner, Lucia Schnell
Der SDS eröffnete die Diskussion über die gesellschaftliche Funktion eines Studiums, in dem das Studium für ihn zur „wissenschaftlichen Berufsausbildung“ wurde. Hieraus ergaben sich wichtige Anknüpfungspunkte für Gewerkschaften, die in den Folgejahren mehr und mehr zu bedeutenden Akteuren in der hochschulpolitischen Debatte wurden. Heute wird mit dem Begriff „employability“ nur noch nach der Beschäftigungsfähigkeit gefragt: Fit für den Arbeitsmarkt? Wie kann vor diesem Hintergrund mit der heutigen Verdrehung dieses Praxisbezug-Ansatzes umgegangen werden? Welche Rolle spielen Gewerkschaften an den Hochschulen bzw. sollten sie spielen?

4.5. 10.00-12.00
Diskussion: Die Entwicklung Kritischer Wissenschaften – von 1968 bis heute

Mit: Morus Markard, Andrej Holm
In diesem Workshop wird Andrej Holm eine Darstellung der Situation Kritischer Wissenschaften von 1968 bis heute vornehmen. Dabei wird es um die herrschende Methode von Verdrängung Kritischer Wissenschaft bis hin zur Kriminalisierung Kritischer Wissenschaftler/innen gehen. Morus Markard wird am Beispiel der Psychologie aufzeigen, wie Wissenschaft als Legitimationsinstrument der bestehenden Verhältnisse missbraucht wird und welche Möglichkeiten es gibt, aus diesem Käfig zu entfliehen. Welche Perspektiven gibt es vor diesem Hintergrund für Kritische Wissenschaft? Welche Forderungen stellen wir auf?


Themenblock: Gleichstellung & Befreiung

Bei der Debatte um die 68er darf eine Auseinandersetzung mit der so genannten „Sexuellen Revolution“ und der Revolte gegen das Alltagsleben und den Charakter der Kultur nicht fehlen. In keiner anderen Zeit gab es so viel „Tabubrüche“ mit den traditionellen Vorstellungen von Sexualität, Ehe und Kindererziehung. In der Praxis schlugen sich diese Veränderungen, bedingt auch durch die Pille, in Selbstversuchen der Kommunen, Wohngemeinschaften und Kinderläden nieder. Die theoretische Auseinandersetzung insbesondere mit der Psychoanalyse war Hintergrund für die praktische Umsetzung. 1968 war aber auch die Geburtsstunde der neuen Frauenbewegung. Die theoretischen Auseinandersetzungen über die Befreiung und Emanzipation der Einzelnen schlug sich nicht in der Praxis nieder. Die Überwindung von Unterdrückung und Entfremdung stand im Zentrum ihres Handelns. Neben den männlich geprägten Protesten und Debatten entstanden Freiräume von und für Frauen, Diskussionszusammenhänge und Proteste gegen die ökonomische und kulturelle Unterdrückung von Frauen, dem § 218 und vielem mehr. Dieser Veranstaltungsblock will Ansätze beleuchten, die mittlerweile vergessen wurden oder dem neoliberalen Zeitgeist zum Opfer gefallen sind.

3.5. 15.30-17.30
Diskussion: Sexfront.Revisited

Mit: Günter Amendt
Die „Sexfront“ gilt als das Aufklärungsbuch der antiautoritären Protestbewegung der 60er. Ohne zu übertreiben, kann man sagen, dass es etwas Vergleichbares bis dahin nicht gegeben hatte. Die Deutlichkeit der Sprache und die Eindeutigkeit der Abbildungen trafen auf ein aufnahmebereites zum Tabubruch bereites Publikum – riefen aber auch die Zensur auf den Plan. Die „Sexfront“ hat die sexualmoralischen Vorstellungen der Protestbewegung zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Es soll diskutiert werden, inwieweit die sexualmoralischen Vorstellungen der 60er Jahre Generation heute noch gültig sind, und wo sie durch neue Wertvorstellungen ersetzt und verdrängt wurden.

3.5. 10.00-12.00
Workshop: Antisexistische Praxis

Mit: Steffen Kühne, Eva Markowsky
Dieser Workshop versucht keine Antworten zu geben. Vielmehr wollen wir in erster Linie Fragen aufwerfen und Anregungen geben, um gemeinsam an Analyse, Theorie und praktischen Methoden zu arbeiten. Wir wollen unsere eigene politische Praxis, gemessen an den Emanzipationsbestrebungen von ‚68 bis heute, in den Blick nehmen. Ziel könnte sein, konkrete Tipps und Hinweise für eine antisexistische und hierarchiekritische Praxis in unseren Gruppen zu erarbeiten.

4.5. 10.00-12.00
Textgestützter Workshop* : 68-Klassiker neu gelesen: Wilhelm Reich – Die sexuelle Revolution

Mit: Bernd Nitzschke
Wilhelm Reich galt den 68ern als der Vermittler von Psychoanalyse und Marxismus. Der Titel eines seiner Bücher wurde zu einem Schlagwort für die 68er Bewegung: „Die sexuelle Revolution“. Im Workshop wird zunächst die Biographie Reichs im Zusammenhang mit seinem Werk vorgestellt. Daran anschließend werden Reichs Thesen anhand von Zitaten aus dem genannten Buch verdeutlicht und deren Rezeption durch die 68er diskutiert.

 


Themenblock: Kunst & Revolte

Wenn 1968 die Welt aus den Angeln gehoben werden sollte, so war damit nicht nur ihre ökonomische Verfassung gemeint. Als „Kulturrevolution“ zielte die Revolte ebenso sehr darauf ab, das Alltagsleben, die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Charakter der Kultur zu verändern. Dies prägte die Revolte von ihren theoretischen Manifesten bis hin zu Selbstversuchen in der Wohngemeinschaft. Dieser Veranstaltungsblock soll Diskussionsansätze bieten, inwiefern kulturelle Praxis und politischsoziale Befreiung in Zusammenhang stehen. Es geht um die Rolle von Kunst und Kultur im Spannungsfeld von individueller Selbstverwirklichung und gesamtgesellschaftlicher Veränderung.

2.5. 14.00-16.00
Podium: Mit Theater die Welt verändern? Das Theater Bertolt Brechts in bewegten Zeiten

Mit: : David Salomon, Manfred Wekwerth
Als Brücke zum revolutionären Erbe der Arbeiterbewegung aus den 20er Jahren war Brechts Werk für die 68er wichtig. Es sollte den Zuschauer nicht zum passiven Konsumenten einer Illusion machen, sondern zum aktiven, kritischen Beobachter eines Vorgangs. Denn: Theater allein kann nicht die Welt verändern, aber es kann denen helfen, die sie aktiv ändern wollen.

2.5. 16.15-18.15
Podium: Hat Kunst einen politischen Auftrag?

Mit: Betty Pabst, Mathias Wedel
1968 und die Folgejahre zeigen, wie politische Bewegungen auch zu neuen künstlerischen Bewegungen führen können und in einen produktiven Austausch mit ihnen treten. Wir wollen diskutieren, was das für heute bedeuten kann. Wie kann man einerseits einen Reduktionismus vermeiden, der „gute“ Kunst bloß an der inhaltlichen „richtigen Aussage“ misst und die künstlerisch- formale Dimension außer Acht lässt? Wenn man dies beachtet, ist es dann nicht trotzdem berechtigt, den Anspruch an die Kunst zu stellen, dass sie mithilft, die Welt zu verstehen und zu verändern?

3.5. 15.30-17.30
Podium: 1968 als kulturrevolutionärer Bruch einer ostdeutschen Generation?

Mit: Florian Havemann, Bernd Rump, Sascha Wagener
Es gab in der DDR eine zahlenmäßig kleine Generation, deren Schicksale eng miteinander verknüpft waren. Prag 1968 und die Ereignisse im Westen haben die Söhne und Töchter aus kommunistischen Familienhäusern in Opposition zu ihrem Staat gebracht. Ein Dissidententum entstand.

2.5. 16.15-18.15
Diskussion: Rock around the Clock, Viva Maria, Züri brännt. Subkultur und Revolte 1956-1981

Mit: Arndt Neumann
Warum löste der Film Rock around the Clock 1956 Krawalle von Halbstarken aus? Wieso begeisterte sich Rudi Dutschke für Viva Maria? Was verdankt der Videofilm Züri brännt dem Wirken von Jean-Luc Godard? Und vor allem: Was hat das alles mit 1968 zu tun? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Workshops.


Themenblock: Kapitalismus

Mit dem Wirtschaftsaufschwung nach 1945 schienen die Krisen und Ungleichheiten des Vorkriegskapitalismus überwunden. Steigende Wachstumsraten, Vollbeschäftigung und Massenkonsum prägten das „Goldene Zeitalter“ des Kapitalismus.
Die Gesellschaft befand sich scheinbar auf dem Weg in die „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ und zu einem sich sukzessive verbessernden Lebensstandard. Im „fordistischen Klassenkompromiss“ konnte die Arbeiterbewegung ungeahnte Lohnsummen, den Ausbau von sozialer Sicherung und geregelte Beschäftigungsverhältnisse durchsetzen, ohne dass der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit aufgelöst wurde.
Ab Ende der 1960er geriet diese Periode kapitalistischer Entwicklung in eine globale Krise, in deren Folge sich eine neue Kapitalismusformation zu entwickeln scheint. In Zeiten der neoliberalen Globalisierung werden immer mehr Bereiche menschlichen Lebens Verwertungs- und Konkurrenzprinzipien unterworfen.
Die 68er analysierten die Integrationskraft des „Spätkapitalismus“. Danach wurde die kapitalistische Überflussgesellschaft als ein totalitäres System verstanden, das eine Opposition gegen die Verhältnisse durch eine ökonomisch-technische Gleichschaltung, welche eine Manipulation der Bedürfnisse beinhalte, verhindere. Heutige Kapitalismusanalysen unterscheiden entweder verschiedene Phasen kapitalistischer Entwicklung oder betonen stärker die Kontinuitäten einer Gesellschaft, die im Kern auf der Garantie von Privateigentum und der Aneignung und Ausbeutung von Lohnarbeit zur Akkumulation von Kapital beruht.
Sind die kapitalistischen Verhältnisse heute mit denen von 1968 überhaupt noch zu vergleichen? Oder können wir auch heute an die damaligen Analysen anknüpfen?

2.5. 16.15-18.15
Podium: Die Veränderung des Kapitalismus von 1968 bis heute

Mit: Richard Detje, Christina Kaindl, Birgit Mahnkopf, Jana Schultheiss

2.5. 13.30-15.30
Diskussion: Erich Fromm - Das Menschenbild bei Marx
Mit: Manfred Lauermann
Fromms 1961 erschienenes Buch wollte ein neues Bild des Marxismus vermitteln. Anstatt einer ökonomisch-deterministischen Auslegung von Marx argumentierte Fromm für einen humanistischen Sozialismus, in dem die Bedürfnisse des Menschen im Mittelpunkt stehen.

3.5. 10.00-12.00
Podium: Die Wiederentdeckung des Kapitals – damals und heute

Mit: Elmar Altvater, Alex Callinicos, Anne Steckner
1968 steht für ein wiedererwachtes Interesse an Marx. Neben seinen politischen und philosophischen Schriften wurde Das Kapital in Lesekreisen intensiv studiert. Seit dem Aufkommen der globalisierungskritischen Bewegung Ende der 90er gewinnt die Beschäftigung mit der Marxschen Kapitalismuskritik wieder an Bedeutung, um die Phänomene des heutigen Kapitalismus zu analysieren. Wir wollen über die Wiederentdeckung(en) damals und heute, in Deutschland und international diskutieren.

3.5. 10.00-12.00
Diskussion: Adorno, Horkheimer & Co - Einführung in die Frankfurter Schule

Mit: Tobias ten Brink
Adorno, Horkheimer und Marcuse waren intellektuelle Vorbilder der 68er-Bewegung. Jenseits von sozialdemokratischen und stalinistischen Vorstellungen war die Kritische Theorie an einer Weiterentwicklung des Marxismus interessiert – unter anderem an der Thematik der Herausbildung des autoritären Charakters, einer kritischen wissenschaftlichen Methodik und der Bedeutung der Kulturindustrie.

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Studierende, Arbeiterklasse, Marginalisierte – Zur Klassenanalyse und -politik damals und heute

Mit: Klaus Dörre
Klaus Dörre wird der Frage nachgehen, ob der Klassenbegriff heutzutage immer noch oder wieder aktuell ist. Sicher ist, die soziale Frage ist in die Politik zurückgekehrt, die gesellschaftlichen Ränder, vor allem am unteren Ende wachsen an und an den Hochschulen studieren nur wenige aus unteren Schichten. Bedarf diese Situation einer gemeinsamen Politik der unteren Klasse?

3.5. 15.30-17.30
Diskussion: Wie Das Kapital lesen? Einführung in die Grundbegriffe bei Marx

Mit: Michael Heinrich, Anne Steckner
Gegenwärtig sprießen immer mehr Kapital-Lesekreise aus dem Boden. Auch die Linke.SDS beginnt ab dem Wintersemester 08/09 bundesweit das Projekt „Das Kapital lesen!“. Der Workshop soll am Beispiel einiger Grundbegriffe zeigen, warum Marx nach wie vor eine notwendige Grundlage ist, um das kapitalistische System zu verstehen. Er möchte eine Kostprobe davon geben, warum sich eine eingehende, kollektive Beschäftigung mit dem Kapital lohnen kann. Wer Appetit auf mehr hat, kann sich anschließend an der Vorbereitung von Linke.SDS für „Kapital-TeamerInnen“ beteiligen.

4.5. 10.00-12.00
Textgestützter Workshop: 68-Klassiker neu gelesen: Georg Lukács – Geschichte und Klassenbewusstsein. Eine Spurensuche

Mit: Rüdiger Dannemann
Georg Lukács gilt mit seinem frühen Werk neben Gramsci u.a. als Gründungsvater des „westlichen Marxismus“. In der Sowjetunion fiel es Mitte der 20er Jahre in Ungnade und landete in den „Giftschränken“ des Moskauer Philosophischen Instituts. Bei ihrer Suche nach einer nicht mechanischen Interpretation des Marxismus und der Rolle des „revolutionären Subjekts“ wurde das Buch in den 60ern neu entdeckt und war in Raubdrucken weit verbreitet. Mit dieser Spurensuche wollen wir uns anschauen, wie und warum Dutschke und Co dieses Buch lasen, und was es heute für uns bereithält.

2.5. 14.00-16.00
Textgestützter Workshop* : 68-Klassiker neu gelesen: Rosa Luxemburg – Sozialreform oder Revolution

Mit: Christine Buchholz, Hartmut Henicke
Bei ihrer Suche nach einem wirklich demokratischen Sozialismus war Rosa Luxemburg für die 68er eine der wichtigsten Theoretikerinnen. Sie widersprach der Position Bernsteins, dass man den Sozialismus schrittweise über das Parlament einführen könne. Stattdessen betonte sie, dass die Kämpfe um Reformen nur dazu dienen, die Lebensbedingungen zeitweise zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln für den Kampf um die Abschaffung des Kapitalismus.

 


Themeblock: Bambule machen

In diesem Themenblock werden wir uns mit den Themen Schule und Ausbildung beschäftigen: Schule ist gemein, fand schon die 68er-Jugend. Anpassung, Leistungsdruck und Konkurrenz. Aber: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Während damals gegen die preußische Rohrstock-Pädagogik losgestürmt wurde, steht heute ein Bildungssystem im Visier, das sich als Zukunftskiller für alle erweist, deren Eltern der entsprechende Zaster fehlt. Doch wie sieht unsere Perspektive aus? Kann es im Kapitalismus eine „gute“ Schule geben? Was können wir von den 68er-Protesten lernen?
Nach 1968 gab es zudem wilde Streiks von Azubis für ein Verbot ausbildungsfremder Tätigkeiten, gegen körperliche Züchtigungen durch Vorgesetzte und Forderungen nach garantiertem Mindesteinkommen. Welche Perspektiven des Widerstands ergeben sich für heute

2.5. 16.15-18.15
Podium: Bambule machen – Die SchülerInnenbewegung von 68 bis heute

Mit: Diether Dehm, Katharina Horn, Freerk Huisken, Victor Taibo
Linke Bildungspolitik kann Schul- und Gesellschaftskritik nicht von einander trennen. Deshalb ging es auch bei den 68er-SchülerInnenprotesten um die ganze Bäckerei, nicht nur um ein paar Brötchen. Was aber haben die damaligen Kämpfe gebracht und was kann die linke SchülerInnenbewegung daraus lernen? Heute mobilisieren wir gegen eine Bildungspolitik, die sozial selektiert wie in keinem anderen westlichen Industrieland. Wie radikal und wie realistisch muss eine neue Jugendbewegung sein? Die Podiumsdiskussion soll einen Einstieg in die Strategiedebatte linker Politik an den Schulen bieten.

4.5. 10.00-12.00
Podium: Die Geschichte der Lehrlingsbewegung 1969 und danach

Mit: Horst Haenisch, Heinz Hillebrand
Am 1. Mai 1969 beteiligten sich viele Lehrlinge an den DGB-Demonstrationen mit Parolen wie „Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft“ und verwandelten die Demos in ein Debakel für die Anti-Studenten-Linie im DGB-Apparat. Im „heißen Herbst 1969“ entstanden wilde Streiks von Lehrlingen, die neben Übernahmen und besseren Ausbildungsvergütungen ebenso Grundlage für JAV-Strukturen, Mitbestimmungsrechte und dem Jugendarbeitsschutz legen konnten. Dennoch ist eine der zentralen Forderungen – die Überwindung des dualen Systems durch die Einrichtung von Lehrwerkstätten – bis heute nicht erfüllt. Eine Diskussion über eine vergessene Bewegung.

3.5. 10.00-12.00
Diskussion: Politischer Aktivismus in den Gewerkschaften heute: Chancen, Perspektiven und Grenzen des Organizing-Ansatzes

Mit: Juri Hälker, Catharina Schmalstieg, Stefan Weidinger
Unter Organizing wird eine kampagnenorientierte Form des Aufbaus betrieblicher Interessenvertretung sowie der gewerkschaftlichen Mitgliedergewinnung verstanden. Der ursprünglich aus den USA stammende Ansatz wurde in den letzten Jahren auch in Deutschland ersten Testläufen, z.B. bei Lidl und im Sicherheitsgewerbe, unterzogen. Neben einem aktuellen Resümee soll auch die Geschichte des Verhältnisses von politischem und gewerkschaftlichem Aktivismus diskutiert werden.

3.5. 15.30-17.30
Diskussion: Nach dem Streik ist vor dem Streik – Erfahrungen mit SchülerInnenstreiks in Deutschland, Österreich und Spanien

Mit: Victor Taibo, N.N. „Bildungsblockaden einreißen!“, N.N. VertreterIn LiSA, Josef Falkinger

4.5. 10.00-12.00
Diskussion: SchülerInnen vertreten - SchülerInnen bewegen !

Mit: Julia Bonk, N.N.
Vernetzung jetzt! Gesprächsangebot auf dem Kongress für Leute, die aktiv in der SchülerInnenarbeit sind oder waren, sich interessieren oder ein bisschen mitmachen wollen. Thema ist eine Rückschau der Entstehung und Entwicklung der SchülerInnenvertretung und die Diskussion von Praxis und Perspektiven.

3.5. 13.00-15.00
Workshop: Schule im Kapitalismus

Mit: Haimo Stiemer
Markt – Mensch – Schule. Schule ist gemein – weil sie Konkurrenz predigt, aussortiert und Ungleichheit schafft. Das ist kein Unfall. Denn Schule ist Bestandteil der gesellschaftlichen Verhältnisse und übernimmt in diesen auch eine bestimmte Funktion. In diesem Workshop geht es um den heimlichen Lehrplan hinter der offiziellen Bildungspolitik. Hier soll das Einmaleins linker Schulkritik diskutiert werden


Themenblock: Bewegung

Die AktivistInnen von 1968 verstanden sich als Teil einer Neuen Linken. International suchten sie nach neuen Ansätzen der Veränderung – jenseits der autoritären Gesellschaften des Ostblocks und der politischen Anpassung der Sozialdemokratie. Viele der damaligen Fragestellungen sind heute nach wie vor relevant.
Daher ist die Spurensuche von damals ein Steinbruch für heutige Organisationsversuche und strategische Orientierungen, mit denen die emanzipatorischen Zielvorstellungen der 68er-Generation eingelöst werden könnten. Im Mittelpunkt der damaligen Diskussionen standen die Fragen nach dem Zusammenhang von Reform und Revolution, dem Verhältnis zwischen außerparlamentarischem Protest und parlamentarischer Politik, der geeigneten Organisationsform sowie dem Verhältnis von
Studierenden- und Arbeiterprotest. Diesen Fragen soll jeweils mit Blick auf die Gegenwart nachgegangen werden. Angesichts aktueller Diskussionen soll außerdem der Frage nachgegangen werden, in wie weit der Terrorismus der RAF und andere autoritäre Strategien in bestimmten Tendenzen der 68er-Bewegung angelegt war.
Über den Tellerrand der deutschen Erfahrungen hinaus sollen weitere Veranstaltungen die Geschichte der Bewegungen in anderen Ländern nachzeichnen.

3.5. 13.00-15.00
Podium: Vom SDS zur RAF: Führte die APO zum Terrorismus?

Mit: Klaus Meschkat, Hans-Christian Ströbele
Während 1968 einerseits zum Vorläufer rot-grüner Regierungspolitik verklärt wird, betonen andere eine Verbindung zwischen dem politischen Aufbruch damals und der späteren Wendung von Teilen der Bewegung hin zum Terrorismus. Zwei Zeitzeugen nehmen zu der öffentlichen Anklage Stellung und versuchen zu klären, wie die Frage der Gewalt tatsächlich in der Bewegung diskutiert wurde.

3.5. 15.30-17.30
Podium: Protest und Parlament: Von der APO ins Parlament und wieder zurück?

Mit: Ulrich Maurer, Sibylle Stamm, Hans-Christian Ströbele, Luigi Wolf
Der Außerparlamentarischen Opposition galt das parlamentarische System als Scheindemokratie, in der Opposition absorbiert und die Masse manipuliert wird. Ab 1968 erhielten die Jusos jedoch massenhaften Zulauf und viele 68er schlossen sich später den Grünen an. Bei dem von ihnen verfolgten Marsch durch die Institutionen landete der Tiger als Bettvorleger. Was sind die Lehren dieser Entwicklung? Wie kann parlamentarische Politik nicht ein Ersatz, sondern eine Stärkung außerparlamentarischen Protestes sein?

4.5. 10.00-12.00
Podium: SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung

Mit: Frank Deppe, Detlef Hensche, Wittich Rossmann, Horst Schmitthenner, Sybille
Stammm Bodo Zeuner (Veranstaltung von Wissentransfer / Forum Gewerkschaften)
Bündnisperspektiven von Arbeiterbewegung, Studierenden und kritischer Intelligenz sind ganz und gar nicht selbstverständlich. Abgesehen vom Kampf gegen die Notstandsgesetze: Für Mehrheiten im 68er-SDS agierte das „revolutionäre Subjekt“ eher in der Peripherie als in den reformistischen Organisationen der Metropolen. Das änderte sich erst mit dem Aufschwung der Arbeiterbewegung in den 70er Jahren. Warum scheiterten die damaligen Ansätze? Welche Perspektiven bestehen heute in einer Zeit der Erosion der intellektuellen und kulturellen Hegemonie der Neoliberalen (und ihrer Think Tanks) für eine „Neuerfindung des kollektiven Intellektuellen“?

4.5. 10.00-12.00
Podium: Der Prager Frühling und das Jahr 1968 im Osten

Mit: Stefan Bollinger, Daniela Fuchs, Karl-Heinz Gräfe, Sascha Wagener
Das Jahr 1968 war nach Eric Hobsbawm der einzige Moment, der „einen Anklang an jene simultane Weltrevolution hatte, von der die Revolutionäre von 1917 träumten“. Doch war es zugleich die Zeit, in der der Begriff des Realsozialismus von Moskau erfunden und propagiert und zum Sinnbild der Immobilität der östlichen Gesellschaften wurde. 1968 sah in der DDR, der Tschechoslowakei und Polen die letzten Versuche ökonomischer und politischer Reformen und war mit Hoffnungen auf einen Sozialismus mit besserem Antlitz verbunden.

2.5. 14.00-16.00
Diskussion: „Willy wählen“: Die Studierendenbewegung und ihre Haltung zur SPD nach 1968

Mit: Janine Wissler, Kurt Neumann
Die Haltung der 68er zur SPD war paradox: Als APO übten sie Grundsatzkritik am parlamentarischen System und der Parteienpolitik, nach der Wahl Willy Brandts traten jedoch Zehntausende AktivistInnen in die SPD ein, die Teile der emanzipatorischen Gedanken der Bewegung in ein Reformprogramm aufnahm. Die Veranstaltung nimmt dieses Verhältnis zwischen antikapitalistischem Protest und Sozialdemokratie genauer unter die Lupe.

2.5. 16.15-18.15
Diskussion: Eine Organisation in Bewegung – Einführung in die Geschichte des SDS

Mit: Florian Butollo, Philipp Kufferath, Jan Schalauske
Der SDS kann als erfolgreichste Studierendenorganisation der deutschen Geschichte angesehen werden. Er war Ausgangspunkt zahlreicher Aktionen und hatte eine strategisch orientierende Funktion für die deutsche 68er-Bewegung. In der Veranstaltung werden die Eckpunkte seiner Geschichte dargestellt und Lehren für heutige Organisationsversuche diskutiert.

4.5. 10.00-12.00
Podium: Das „Organisationsreferat“ und die Frage nach der revolutionären Existenz

Mit: Carsten Prien, Eberhard Schmidt
Im von Rudi Dutschke und Hans-Jürgen Krahl gemeinsam gehaltenen „Organisationsreferat“, das damals als eine Art Aktionsprogramm des SDS begriffen wurde, ging es um eine keimhaft angelegte, originär neulinke Strategie gesellschaftlicher Transformation, die sich in Äquidistanz sowohl zum traditionellen sozialdemokratischen Reformismus wie auch zum marxistisch-leninistischen Revolutionarismus befindet, dabei aber auch nicht der falschen Alternative des Spontaneismus verfällt. Wir sind der Überzeugung, dass die Lehren dieser Erfahrungen notwendige Voraussetzungen für einen sozialistischen Neubeginn sind.

2.5. 16.15-18.15
Diskussion: „Der lange Marsch durch die Institutionen“. Was war sein Ziel und wieso ist er
gescheitert?

Mit: Frieder Otto Wolf
Wenn wir heute über die neue Linke reden, ist es wichtig, sich mit dem Scheitern der Grünen zu beschäftigen. Der „Marsch durch die Institutionen“ sollte diese verändern, am Ende wurde jedoch die ehemalige Protestpartei von den Institutionen verändert.

3.5. 10.00-12.00
Diskussion: Pakistan 1968 – jenseits von Mullahs und Militärs

Mit: Josef Falkinger, Pal Rana
In diesem Workshop geht es um die Revolution 1968/69 in Pakistan, die im öffentlichen Bewusstsein der westlichen Linken kaum vorhanden ist. Behandelt wird auch die Regierung von Zulfikar Ali Bhutto 1971-1977, die entscheidende Parallelen zur Regierung Allende in Chile aufweist. Wir werden zudem folgenden Fragen nachgehen: Wie konnte Pakistan zu einem Symbol für Fundamentalismus, Terror und Barbarei werden? In wie weit lebt die revolutionäre Tradition heute noch? Welches Potential hat die soziale Bewegung, die nach der Ermordung von Benazir Bhutto begann und wie können wir ihr Solidarität leisten?

3.5. 10.00-12.00
Diskussion: Der Prager Frühling und die polnischen Ereignisse von 1968 im Spiegel der jüngsten Generation

Mit: Stanislav Holubec, Izabella Zarebska
Die Referenten sprechen von den Ereignissen der Jahre um 1968 und vermitteln einen Eindruck von deren Bedeutung für die tschechische und die polnische Gesellschaft der siebziger Jahre bis heute.

3.5. 10.00-12.00
Diskussion: „Für die eigenen Interessen kämpfen“ – Die Politik der gewerkschaftlichen Orientierung als ein Folgeprojekt von 1968 und ihre Relevanz für heute

Mit: Christiane Reymann, N.N.
Ein wichtiges Folgeprojekt der 68er-Bewegung war die Gründung des Marxistischen Studentenbundes (MSB) Spartakus. In Aktionseinheit mit dem Sozialistischen Hochschulbund (SHB) dominierte der MSB in den 1970er Jahren auf der Basis der Politik der „gewerkschaftlichen Orientierung“ die bundesrepublikanische Hochschullandschaft. Die Kernpunkte der GO-Politik bestanden aus der Artikulation der sozialen Interessen der Studierenden und einer Orientierung auf ein Bündnis mit der Arbeiterbewegung. In diesem Workshop soll diskutiert werden, welche Relevanz dieses Konzept für die heutigen Strategien linker Politik an der Hochschule haben könnte.

3.5. 13.00-15.00
Diskussion: Mai 1968 – Frankreich am Rande der Revolution?

Mit: Alain Krivine
Bis dato ist der Generalstreik in Frankreich der größte Streik in der bisherigen Geschichte. Präsident Charles de Gaulle beriet sich mit den Streitkräften über eine mögliche militärische Gegenoffensive, während 10 Millionen Menschen die Arbeit niederlegten und vereinzelt begannen, alternative Versorgungsnetzwerke und Gegenstrukturen aufzubauen. Auslöser für diesen Streik waren Proteste der Studierenden im Pariser Quartier Latin. Ursachen für das Aufleben und das Abebben der Bewegung werden dargestellt und diskutiert.

3.5. 15.30-17.30
Diskussion: Als Studierende und Arbeiter gemeinsam kämpften: die verschollene Geschichte von Arbeiter-Militanz im „heißen Herbst“ 1969

Mit: Diego Giachetti, Christina Ujma
Ein Jahr nach den Massenstreiks in Frankreich wurde Italien zum Zentrum von Arbeiterkämpfen. In der Veranstaltung wird die Geschichte dieser Bewegungen nachgezeichnet.

3.5. 15.30-17.30
Diskussion: Ulrike Meinhof, Rudi Dutschke und die APO

Mit: Jutta Ditfurth
In zwei Büchern – „Ulrike Meinhof. Die Biografie“ und „Rudi und Ulrike. Geschichte einer Freundschaft“ – skizziert Ditfurth die Lebensgeschichten der beiden APO-Figuren. Beide Bücher stehen gegen die aktuellen Versuche, jedwede Rebellion zum Verbrechen zu erklären. Ditfurth wird zudem davon erzählen, auf welche Widerstände eine stößt, die über linke Nachkriegsgeschichte und brisante politische Konflikte kritisch aufklären will.

4.5. 10.00-12.00
Diskussion: 1968 in Lateinamerika

Mit: Stefan Schmalz, Erik Richter
Die internationale Dimension der 68er-Bewegung kann am Beispiel einiger Länder Lateinamerikas verdeutlicht werden – insbesondere in Mexiko, Argentinien und Brasilien kam es zu Massenprotesten, Arbeiterstreiks und Studentenunruhen, von denen in der Veranstaltung berichtet wird.

4.5. 10.00-12.00
Diskussion: Die Radikalisierung der Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King bis zu den Black Panthers

Mit: Michael Ferschke, Albert Scharenberg
Die Bewegung der amerikanischen Schwarzen für Gleichberechtigung war ein direkter Vorläufer und ein Bestandteil der 68er-Revolte in den USA. In den 50er Jahren trat diese Bewegung gegen den tief verankerten Rassismus in den Südstaaten an. Ende der 60er Jahre erreichte der Unmut über die Unterdrückung der Schwarzen auch die Ghettos der Großstädte im Norden der USA. Diese Entwicklung ging einher mit einer Radikalisierung der Bewegung. Das anfängliche Bündnis mit dem liberalen Bürgertum zerbrach, als die Schwarzen damit begannen, grundsätzliche soziale Veränderungen einzufordern.

4.5 10.00-12.00
„’Der proletarische Mai’ in Europa: Streiks, Arbeitermilitanz und Studierende von Frankreich bis zur Tschechoslowakei“

Mit: Bernd Gehrke 

2.5. 14.00-16.00 Uhr
Workshop: Aktionsformen 1968 und heute

Mit: Marc Amann
Von Pudding-Attentaten, Teach-Ins, Happenings und Springer-Blockaden zu Reclaim The Streets, Rebel Clowns, Flash Mobs und Block G8...?! Ausgehend von den öffentlichen Protestformen, die in der 68er-Bewegung genutzt wurden, tragen wir in diesem Workshop zusammen, was es heute alles an Formen des politischen Aktivismus gibt und was deren Hintergründe, Möglichkeiten und Grenzen sind.

3.5., 13.00-17.30
Workshop: Aktionstraining Ziviler Ungehorsam

Mit: Marc Amann
„Begrenzte Regelverletzung“ war ein wichtiges Konzept der 68er-Bewegung, das von einer langen Tradition Zivilen Ungehorsams beeinflusst war und sich bis heute vielfältig weiterentwickelt hat – ein Höhepunkt in Deutschland waren die massenhaften Blockaden des G8-Gipfels in Heiligendamm 2007. Das Aktionstraining vermittelt die Grundlagen für öffentliche Aktionen Zivilen Ungehorsams: Bezugsgruppen, Entscheidungsfindung, Aktionsformen des Zivilen Ungehorsams, juristische Hinweise.

3.5. 10.00-12.00
Workshop: Aufklärung durch Aktion: Potentiale und Grenzen

Mit: Alexis Passadakis, Uwe Soukup
Der SDS wurde unter Einfluss von Rudi Dutschke und seinen MitstreiterInnen auf ein neues Credo eingeschworen. Mit provokanten und konfrontativen Aktionen sollte die abstrakte Gewalt des Systems sichtbar gemacht werden. Eine Revolution sei nicht Produkt von bestimmten objektiven Bedingungen, sondern der bewussten Tat einer aktiven Minderheit. Die Aktionspraxis des SDS war ein wesentlicher Faktor für den Durchbruch der Revolte. Und was ist mit Direkter Aktion heute? Event oder strategisches Mittel?

3.5. 10.00-12.00
WeltCafé: Die Organisationsfrage damals und heute

Mit: Franziska Drohsel, Thomas Seibert, Sabine Zimpel, Florian Wilde
Die „Organisationsfrage“ wurde im Verlauf des Jahres 1968 zum alles dominierenden Thema. Hinter unterschiedlichen Organisationsmodellen standen dabei verschiedene strategische Ansätze der gesellschaftlichen Veränderung. VertreterInnen verschiedener gegenwärtiger Strömungen der Linken debattieren über angemessene Organisationsmodelle heute. Bezugspunkt ist dabei die Geschichte des SDS und die sich daraus entwickelten historischen Erfahrungen.


Podien // Demokratie // Imperialismus // Bildung // Gleichstellung & Befreiung // Kultur & Revolte // Kapitalismus // Bambule machen // Bewegung


*textgestützte Workshop:

Dieser Workshop ist Teil einer Reihe, die je einen "Klassiker" behandelt, der in der 68er Bewegung eine große Rolle gespielt hat. Bei jedem dieser Workshops wird es im Vorfeld eine kurze Zitatsammlung geben, mit deren Hilfe Du Dich auf den Workshop vorbereiten kannst.